Lange bevor Casino, Timba oder Son entstanden, gab es die Tänze, aus denen sie alle schöpfen.
Die afro-kubanischen Folkloretraditionen sind die Wurzel des kubanischen Tanzes — und bis heute lebendig. Sie entstanden aus den Kulturen der nach Kuba verschleppten Afrikaner, die ihre Spiritualität, ihre Rituale und ihre Gemeinschaft im Tanz bewahrten. Die Vielfalt dieser Traditionen ist enorm: Yoruba und die Tänze der Orishas — Gottheiten wie Elegguá, Changó oder Yemayá — jede mit ihrer eigenen Bewegungssprache,
ihrem eigenen Rhythmus, ihrer eigenen Energie. Palo, verwurzelt in der Kongostradition. Yuka und Makuta, zu den ältesten kubanischen Tanzformen zählend. Franko-Haitiano, das die haitianischen Einflüsse im Osten Kubas widerspiegelt — um nur einige zu nennen. Diese Tänze zu lernen bedeutet nicht nur, neue Bewegungen zu lernen — es bedeutet, den Ursprung zu verstehen. Wer die Wurzeln kennt, tanzt mit mehr Tiefe. In allem.